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Das Foresta Akustiksystem an der Wand eines Büros; Das Foresta Akustiksystem an der Wand eines Büros;

FORESTA Akustiksystem,

Ein Akustiksystem aus Pilzen für die neue Arbeitswelt

Corona hat die Transformation der Arbeitswelt beschleunigt. Laut aktueller Umfrage werden nach der Pandemie 30 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten. Dieser verstärkte Trend zum hybriden Arbeiten verändert die Ansprüche an zeitgemäße Büroflächen: Mehr Raum für Videokonferenzen und kreative Zusammenarbeit wird benötigt. Und daraus ergeben sich besondere Anforderungen an die Akustik.

Zur Verbesserung der Raumakustik kommen bislang vielfach Polyesterschäume oder Verbundstoffe auf Mineralfaserbasis zum Einsatz – Materialien, deren Herstellung viel CO2 emittiert und die am Ende des Lebenszyklus deponiert oder thermisch verwertet werden. Gemeinsam mit dem italienischen Biodesign-Unternehmen Mogu hat Arup das regenerative Akustiksystem FORESTA entwickelt und zur Marktreife gebracht.

Zirkuläre Produktentwicklung

Mit FORESTA steht ein biobasiertes Produkt zur Verfügung, das als CO2-Speicher fungiert und damit den ökologischen Fußabdruck beim Innenausbau deutlich senkt. Das Akustiksystem besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und wurde nach dem Prinzip der Circular Economy entwickelt. Sämtliche Komponenten sind wiederverwendbar und können am Ende des Lebenszyklus kompostiert werden.

Das Baugewerbe muss dringend weg von dem verschwenderischen Ressourcenverbrauch unseres derzeitigen Bauwirtschaftens hin zu einer auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Kreislaufwirtschaft. FORESTA zeigt, dass es möglich ist mit der Natur zu bauen und nicht gegen sie. ” Jan Wurm Jan Wurm Leiter Research & Innovation Europe

Während das Tragwerk von Gebäuden oft für eine Nutzungsdauer von 100 Jahren konzipiert ist, werden die Innenräume durchschnittlich alle fünf Jahre erneuert. Aufgrund der kurzen Modernisierungszyklen ist der Innenausbau CO2- und abfallintensiv – und somit auch ein beträchtlicher Hebel, um CO2 und Abfall zu reduzieren. FORESTA zeigt, wie neue Wertschöpfungsketten auf Basis der zirkulären Bioökonomie die Transformation in eine Kreislaufwirtschaft beschleunigen können.

Detailansicht eines Moduls des Foresta Akustiksystems Detailansicht eines Moduls des Foresta Akustiksystems

Myzel als regenerativer Baustoff

FORESTA basiert auf Myzel, dem wurzelähnlichen Gewebe von Pilzen, das auf einem Substrat aus Baumwoll- und Hanfresten kultiviert wird. In einem kontrollierten Prozess verbindet sich das Myzel mit den natürlichen Fasern zu einem festen Gefüge.Die Kultivierung wird gestoppt, sobald die optimalen Eigenschaften erreicht sind. Eine abschließende Wärmebehandlung macht aus den Ausgangsstoffen einen nachhaltigen Bioverbundwerkstoff mit schallabsorbierenden Eigenschaften.

Natur in den Arbeitsalltag bringen

FORESTA, was übersetzt Wald bedeutet, wurde mit der Intention entwickelt, ein Stück Natur in die Büros zu bringen. Das modulare System verbindet hohe Funktionalität mit natürlicher Ästhetik. Das System ist in verschiedenen naturbasierten Farben, Geometrien und Texturen erhältlich und lässt sich somit leicht auf die jeweilige Möblierung abstimmen. Das einfache Befestigungssystem ist so konzipiert, dass die Module mit wenigen Handgriffen zu neuen Farb- und Formwelten umgestaltet werden können. Die Materialien werden nicht chemisch behandelt und setzen weder Sporen noch zusätzliche VOC-Emissionen frei.

Unsere Produktentwicklung mit Mogu zeigt, welche Möglichkeiten Bioverbundwerkstoffe als Baumaterialien bieten. Mit innovativen Materialtechnologien und hoher technischer Kompetenz haben wir mit FORESTA ein Akustiksystem entwickelt, mit dem Büros für die neue Arbeitswelt nachhaltig umgestaltet werden können. ” Max Resnick Senior Designer

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