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Innenansicht der neunen Zentrale von Danfoss dem LEIQ Gebäude; Innenansicht der neunen Zentrale von Danfoss dem LEIQ Gebäude;

Büro-Ensemble LEIQ, Offenbach

Das LEIQ soll eines der ersten C0₂-neutral betriebenen Bürogebäude in der Rhein-Main-Region werden

Arup und Holger Meyer Architektur planen für den Immobilieninvestor Hamburg Trust und den Entwickler Oxalis REIM das Offenbacher Büro-Ensemble LEIQ. Es soll als eines der ersten CO-neutral betriebenen Bürogebäude in der Rhein-Main-Region bis Ende 2022 bezugsfertig sein.

Arup verantwortet sämtliche Ingenieurdienstleistungen, darunter die Planung für Tragwerk, technische Gebäudeausrüstung, Fassade, Bauphysik, Licht, Akustik und Brandschutz sowie Beratungsleistungen für die Nachhaltigkeit inklusive Energiesimulationen. Ziel ist es, das Bürogebäude nach LEED Gold zu zertifizieren.

Gemeinsame Werte führen zu nachhaltigen Lösungen

Rund die Hälfte der 29.000 m² Mietfläche wurde bereits an den globalen Technologieführer Danfoss als neue Deutschlandzentrale vermietet. Das dänische Familienunternehmen tritt, ebenso wie Arup, für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ein. Daher fiel es auch nicht schwer, erst den Mieter und anschließend den Investor davon überzeugen, einen Weg zu gehen, welcher weg von den standardisierten Haustechnik-Lösungen, hin zu einem CO₂-neutralen Energiekonzept führt. Der Schlüssel hierfür liegt in der Elektrifizierung des Gebäudes und dem damit verbundenen Verzicht auf fossile Brennstoffe.

Eckdaten


20% weniger Investitionskosten

20%weniger Betriebskosten

500tweniger CO₂ pro Jahr

Das LEIQ wird als eines der ersten CO₂-neutral betriebenen Bürogebäude in der Rhein-Main-Region nicht nur als Vorbild für Neubauten, sondern auch für Bestandssanierungen dienen. ”

Oliver Schwabe Director, Leader Advanced Building Engineering bei Arup in Deutschland

Die Elektrifizierung des Gebäudes

Auf der Suche nach einer wirtschaftlichen Lösung und nach Abwägen verschiedener Optionen, basiert das Energiekonzept des Bürokomplexes auf einem simplen und kompakten System. Anstelle einer konventionellen Versorgung durch Fernwärme und Kühlanlage, wird im LEIQ ein Energiekonzept mit Luft-Wasser-Wärme-Pumpe realisiert, welche sowohl heizt als auch kühlt. Das flexible System nutzt die in der Umgebungsluft enthaltene Wärmeenergie und wandelt diese über einen Kältemittelkreislauf der Pumpe in Heizwärme bzw. Kühlung um.

CO₂-neutral geht auch wirtschaftlich

Das sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen, konnte Arup an diesem Projekt verdeutlichen. Mit dem neuen Energiekonzept werden bei der Nutzung von regenerativem Strom jährliche Einsparungen von rund 500 Tonnen CO₂ beim Gebäudebetrieb der kommenden 20 Jahre realisiert. Zudem können die Investitionskosten um 20 % gesenkt und die jährlichen Betriebskosten um ebenfalls 20 % reduziert werden.

Oliver Schwabe, Leiter Advanced Building Engineering bei Arup in Deutschland, erläutert, wie Projekte wie das LEIQ die CO₂-Emissionen in Städten reduzieren können.

Podcast: Klimaneutrale Städte

Deutschland soll bis 2050 klimaneutral sein. Den höchsten Anteil an CO2-Emissionen produzieren derzeit Gebäude und Verkehr. Das muss sich ändern. Erfahren Sie in unserem Experten-Podcast "Die Stadt für morgen" in der Folge "Klimaneutrale Städte", wie sich CO2-Emissionen in den Städten reduzieren lassen. Mehr dazu.