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Das H7 ist das höchste in Holz-Hybridbauweise errichtet Gebäude in Nordrhein-Westfalen.; Das H7 ist das höchste in Holz-Hybridbauweise errichtet Gebäude in Nordrhein-Westfalen.;

H7 Münster, Münster

Der höchste Holzhybridbau in Nordrhein-Westfalen

Im Stadthafen von Münster steht das höchste in Holz-Hybridbauweise errichtete Gebäude in Nordrhein-Westfalen: das H7 – H für Holz und 7 für sieben Geschosse.

Das 25 m hohe Büro- und Verwaltungsgebäude (Gebäudeklasse 5) beherbergt insgesamt zwölf Mieteinheiten auf einer Gesamtfläche von rund 4.500 m² sowie eine Tiefgarage von rund 2.400 m².

Nachhaltigkeit als Programm

Das architektonisch anspruchsvolle Gebäude von Andreas Heupel Architekten wurde aus Gründen der Nachhaltigkeit in Holzbauweise geplant. Arup übernahm als Experte für den Holzbau die Planung für Tragwerk, Bauphysik und Akustik. Dabei galt es, eine besondere Hürde zu nehmen: Bis dato waren in Nordrhein-Westfalen landesbaurechtlich nur Gebäude mit maximal drei Vollgeschossen in Holzbauweise zulässig.

Am Beispiel unserer Forschungen für den 20-geschossigen Lifecycle Tower, der im österreichischen Dornbirn als achtgeschossiger Prototyp bereits realisiert worden war, konnten wir die Machbarkeit und die Sicherheit des geplanten Holzhybridgebäudes belegen und die notwendigen Baugenehmigungen erwirken.

Eckdaten


7Geschosse in Holz-Hybridbauweise

4.500Gesamtfläche

262TonnenKohlendioxid eingesparrt

Für das H7-Projekt empfahlen wir eine Holzhybridbauweise. Sie gibt uns die Möglichkeit, mit einfachsten Mitteln die Anforderungen für Akustik, Brandschutz und Statik zu erfüllen. Als Ergebnis ist die tragende Holzkonstruktion im Inneren erlebbar. ”

Carsten Hein Associate Director & Head of the timber competence team, Arup Germany

Die Tiefgarage und das Erdgeschoss sowie der Erschließungs- und Versorgungskern des H7 sind in konventioneller Stahlbetonbauweise errichtet. In allen weiteren Stockwerken werden Holzbetonverbunddecken (HBV) eingesetzt, sowie Brettschichtholzstützen in der Fassade. Die Mittelzone – eine 2,5 m breite Flurzone – ist eine reine Stahlbetonkonstruktion, in der die Hauptversorgungsleitungen der technischen Gebäudeausrüstung liegen. Die HBV-Decken und die Stützen sind mit sichtbarer Holzkonstruktion ausgeführt, die Bauteile sind dementsprechend auf Abbrand nachgewiesen.


Hohe Kohlendioxid Einsparungen

Durch das Ersetzen bzw. das Ergänzen von Beton durch Holz konnte bei der Produktion rund eine Tonne Kohlendioxid pro Kubikmeter Holz gesenkt werden. Darüber hinaus speichert das Holz eine weitere Tonne Kohlendioxid pro Kubikmeter. Auf diese Weise konnte durch den Einsatz von Holz – im Vergleich zur Verwendung konventioneller Stahlbetonbauten – rund 262 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Die Holz-Hybridbauweise des H7 ist im Innenraum erlebbar.